Im September könnte die teils rechtsextreme AfD einen historischen Erfolg feiern. Simon Widmer war dort, wo der «gefährlichste Mann Deutschlands» Bier ausschenkt.
Im September stehen in drei deutschen Bundesländern Wahlen an. Dabei richtet sich der Blick besonders auf die Alternative für Deutschland, die AfD. Ihre Umfragewerte sind zuletzt deutlich gestiegen – besonders in Sachsen-Anhalt. Dort könnte die Partei sogar die absolute Mehrheit erreichen.
Vieles hängt dabei mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zusammen. Er gilt als «Feelgood-Rechtspopulist», der eine radikale politische Agenda moderat und nahbar verpackt. Bei vielen AfD-Anhängerinnen und -Anhängern kommt genau das gut an. An Wahlveranstaltungen wird Siegmund wie ein Popstar gefeiert.
Der Herbst könnte damit zu einem historischen Wendepunkt werden: Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs könnte in Deutschland eine teilweise rechtsextreme Partei in die Regierung kommen.
Was würde ein solcher Wahlsieg für Deutschland bedeuten? Welche Folgen hätte das für Europa? Was hat die AfD politisch vor – und weshalb punktet sie bei so vielen Wählerinnen und Wählern?
Berlin-Korrespondent Simon Widmer war kürzlich an einem Wahlanlass in Zerbst, einer Stadt in Sachsen-Anhalt und hat mit AfD-Anhängerinnen und -Anhängern gesprochen. In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erklärt er, warum die Wahlen im Osten Deutschlands weit über Sachsen-Anhalt hinaus von Bedeutung sind.
Host: Alexandra Aregger
Produktion: Valeria Mazzeo
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