Apropos – der tägliche Podcast

Missbrauch durch Ex-Politiker: Betroffene erzählen von ihrem Martyrium

Episode Summary

Ein ehemaliger Politiker soll Frauen betäubt und missbraucht haben. Die Anklage gegen ihn bringt ein Phänomen aus dem Verborgenen an die Öffentlichkeit. Er bestreitet wesentliche Teile der Vorwürfe.

Episode Notes

Ein ehemaliger Grossrat aus dem Kanton Aargau soll sich immer wieder an bewusstlosen Opfern vergangen und diese dabei gefilmt haben. Unter den drei Betroffenen waren seine damalige Partnerin Iwona L. und deren damals minderjährige Tochter Paula L. Gegenüber dem Recherchedesk von Tamedia schilderten sie ihr Martyrium. Sie wollen anderen Opfern Mut machen.

Der Beschuldigte sitzt seit bald drei Jahren in Untersuchungshaft. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Aargau Anklage erhoben. Sie wirft ihm unter anderem mehrfache Vergewaltigung und sexuelle Handlungen mit Kindern vor. Der ehemalige Politiker bestreitet, jemanden mit K.o.-Tropfen sediert zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Es ist eine Geschichte, wie sie die Schweiz in dieser Form wohl noch nie erlebt hat. Und sie wirft Fragen auf, die über den konkreten Fall hinausgehen: Warum betäuben Täter ihre Opfer? Wie kommen solche Übergriffe ans Licht? Und was machen Opfer dabei durch?

Roland Gamp vom Tamedia Recherchedesk war an der Recherche beteiligt und hat mit Iwona und Paula L. gesprochen. Er ist zu Gast in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» und erklärt die Tragweite des Falls aus dem Aargau.

Host: Alexandra Aregger

Produzentin: Valeria Mazzeo

Mehr zum Martyrium von Paula und Iwona L.

Hilfe bei sexualisierter und häuslicher Gewalt

Hier finden Betroffene und Drittpersonen Unterstützung: