Drei Ukrainerinnen entführen 13 Männer, dann bricht der Krieg aus. «Endling» von Maria Reva ist witzig, mutig und erschütternd – und das Lieblingsbuch von unserem Redaktor Martin Fischer.
«Endling» ist eine Mischung aus Roadtrip, Öko-Krimi, feministischer Satire und Kriegsdrama. So sagt es unser Redaktor Martin Fischer. Und doch entzieht sich der Roman von Maria Reva, der auf der Longlist des Booker Prize 2025 stand, jeder Kategorisierung.
Was als linear erzählte Geschichte beginnt, wird nach hundert Seiten radikal gebrochen. Denn mitten in Maria Revas Schreibprozess begann im Februar 2022 die russische Invasion in ihrem Heimatland, der Ukraine. Diesen Bruch nimmt sie im Roman auf. Mit realen Briefwechseln oder mit Kapiteln, für die sie vier Anläufe braucht, verwebt sie Fiktion mit Kriegsrealität.
«Sie bricht die krasse Geschichte von Entführung, Krieg, patriarchaler Unterdrückung immer wieder auf», sagt Martin Fischer, «es ist verspielt, aber es sind keine Fingerübungen – es ergibt Sinn für die Geschichte.»
Warum «Endling» für ihn ein Muss ist, verrät Martin Fischer in der vierten Folge des «Apropos»-Buchsommers.
Host: Alexandra Aregger
Produzentin und Sprecherin: Jacky Wechsler
Unser Buchsommer: