Apropos – der tägliche Podcast

Die totale Überwachung? Unterwegs mit der Meta-Brille

Episode Summary

Sie können heimlich filmen und fotografieren. Smart Glasses werden immer beliebter – und unauffälliger. Unser Versuch zeigt: Im Alltag bemerkt das kaum jemand. Nun fordert die Politik klare Regeln.

Episode Notes

Die Brillen sehen aus wie normale Sehhilfen doch sie beinhalten eine Kamera, die man kaum bemerkt. Was nach einem Spionagefilm klingt, ist mit den neuen Smart Glasses längst Alltag. Lediglich ein kleines blinkendes Licht am Gestell weist darauf hin, dass die Kamera läuft.

Mit den Smart Glasses kann man fotografieren, filmen, Musik hören, telefonieren und mit einem KI-Assistenten sprechen. Die Nachfrage nach den Gagets steigt: Allein im vergangenen Jahr verkaufte Meta über sieben Millionen Stück.

Währenddessen häufen sich in den sozialen Medien Videos von Menschen, die offenbar ohne ihr Wissen gefilmt wurden – im Fitnessstudio, auf der Strasse oder in der Badi.

Das beschäftigt zunehmend auch die Politik. In der Schweiz wird aktuell darüber diskutiert , inwiefern es neue Regulierungen oder Verbote braucht.

Redaktorin Lisa Füllemann und Redaktor Boris Gygax waren für ein Selbstversuch auf den Strassen in Zürich unterwegs. Sie wollten wissen, ob Passantinnen und Passanten auffällt, wenn sie unwissentlich gefilmt werden – und wie sie darauf reagieren.

Was ist mit solchen Brillen heute überhaupt möglich? Wo beginnt der Eingriff in die Privatsphäre? Und wie kann man sich wehren, wenn man nicht gefilmt werden möchte?

Das beantwortet Lisa Füllemann in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos». Sie berichtet, wie die Menschen bei ihrem Selbstversuch in Zürich reagiert haben und was eigentlich mit dem aufgenommenen Material bei Unternehmen wie Meta geschieht.

Host: Philipp Loser
Produzentin: Valeria Mazzeo