René Baumann hatte seit jeher von einem Leben in den USA geträumt. Ein Traum, den er mit seinem Leben bezahlte. Er zog in den Vietnamkrieg – nicht als einziger Schweizer.
René Baumann ist in den 1950er-Jahren im beschaulichen Colombier im Neuenburger Jura aufgewachsen. Als Jugendlicher lässt Baumann sich von der amerikanischen Kultur begeistern, die zu dieser Zeit in Europa immer präsenter wird. Er trägt Bomberjacken und Jeans, trinkt Pepsi oder Cola, zündet sich hin und wieder ein Lucky Strike an, obwohl er eigentlich gar nicht raucht. Und in ihm wird ein Wunsch immer grösser: Er will in die USA auswandern.
Ein Wunsch, den er später mit seinem Leben bezahlt. Er hat als Soldat für die USA im Vietnamkrieg gekämpft – und ist dabei gestorben. Seine Geschichte beleuchtet ein bislang wenig beachtetes Kapitel der Schweizer Vergangenheit: Er war nicht der einzige Schweizer, der in der US-amerikanischen Armee diente.
Wer war René Baumann? Und was erzählt seine Geschichte über die Rolle der Schweiz in diesem Krieg?
Romandie-Korrespondent Benno Tuchschmidt und Bundeshausredaktor Quentin Schlapbach haben René Baumann und anderen Schweizern, die in Vietnamkrieg gekämpft haben, nachgeforscht. Quentin Schlapbach erzählt davon in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Philipp Loser
Produzent: Noah Fend
Die Geschichte von René Baumann und die Recherche von Quentin Schlapbach und Benno Tuchschmidt zum Nachlesen: