Marokkos Wirtschaft boomt. Trotzdem wollen Zehntausende junge Menschen das Land verlassen – und zum Beispiel nach Ceuta gelangen. Mindestens hundert kamen zuletzt dabei ums Leben.
Es waren Bilder, die wir so schnell wohl nicht mehr vergessen: Ende Juli wollten Zehntausende junge Menschen in die spanische Exklave Ceuta migrieren. Sie versuchten, zu Fuss via Marokko die Grenze zu überqueren. Oder sie schwammen teils stundenlang der Küste entlang. Mindestens 100 Migrantinnen und Migranten sind gemäss Schätzungen der lokalen Behörden dabei gestorben. Die, die überlebt haben, sind zum allergrössten Teil nach Marokko zurückgedrängt worden.
Viele wollen es offenbar wieder versuchen: In den letzten Tagen wurde ein neuer Ansturm befürchtet, der bis heute jedoch ausblieb. Währenddessen streitet man sich in der EU darüber, ob die Aussengrenzen besser geschützt werden müssen.
Was treibt die jungen Marokkanerinnen und Marokkaner aus ihrem Land? Warum gerade jetzt, wo doch die Wirtschaft in Marokko seit Jahren boomt? Und wie reagiert Europa darauf?
Unser Nahost-Korrespondent Bernd Dörries ist nach Marokko gereist, um dort nach Antworten auf genau diese Fragen zu suchen. Was er dabei herausgefunden hat, erzählt er in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Alexandra Aregger
Gast: Bern Dörries
Produktion: Sibylle Hartmann
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