Neun Jahre nach dem Bergsturz von Bondo stehen fünf Personen vor Gericht. Dabei geht es auch um die Frage, wie viel Eigenverantwortung Wandernde tragen müssen.
Am 23. August 2017 zerstörte ein Bergsturz das Dorf Bondo. Am Piz Cengalo brachen 3 Millionen Kubikmeter Fels ab und donnerten ins Val Bondasca. Weil auch Teile des Gletschers beschädigt wurden, spülten grosse Wassermassen auch Schlamm und Geröll ins Tal.
Acht Berggängerinnen und Berggänger, die an diesem Tag im Gebiet unterwegs waren, kamen beim Bergsturz ums Leben. Sie wurden von den Gesteinsmassen vergraben. Bis heute fehlt von ihnen jede Spur.
Diese Woche stehen im Fall Bondo nun fünf Personen vor dem Regionalgericht Maloja. Zwei Geologen, ein Naturgefahrenspezialist sowie zwei Gemeindeverantwortliche wurden wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung angeklagt.
Was würde eine Verurteilung im Fall Bondo bedeuten? Müssen die Behörden die Wanderer und Berggängerinnen tatsächlich besser schützen? Und wie sieht das in Zukunft aus, wenn die Berge durch den Klimawandel noch instabiler werden?
Inlandredaktorin Sabrina Bundi hat sich mit dem Prozess zum Bergsturz in Bondo befasst – und ist zu Gast in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
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