Apropos – der tägliche Podcast

Sollen Politikerinnen Kopftuch tragen dürfen?

Episode Summary

Genf will religiöse Symbole im Parlament verbieten. Befürworter sehen darin ein Zeichen staatlicher Neutralität, Kritiker einen Eingriff in die Religionsfreiheit – mit möglichen Folgen für die ganze Schweiz.

Episode Notes

Kein Kanton trennt Staat und Religion so konsequent wie Genf. Im Juni hat das Stimmvolk einer Verfassungsänderung zugestimmt, die Genfer Parlamentariern und Parlamentarierinnen das Tragen sichtbarer religiöser Symbole verbietet – darunter Kopftücher, Kippas oder Kreuze.

Nun wird das Gesetz juristisch angefochten. Die muslimische Politikerin Ela Öztürk hat Beschwerde eingereicht. Unterstützung erhält sie auch aus christlichen Kreisen.

Warum sorgt das Kopftuchverbot für so heftige Diskussionen? Könnte das Genfer Modell Signalwirkung für die ganze Schweiz haben? Und wie weit soll Trennung von Staat und Kirche gehen?

Benno Tuchschmid, Romandie-Korrespondent des «Tages-Anzeigers», hat mit Befürwortern und Gegnern des Gesetzes gesprochen. In der neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erklärt er, weshalb der Streit über religiöse Symbole über Genf hinausreicht. 

Host: Alexandra Aregger

Produzentin: Valeria Mazzeo

Mehr zur Debatte um religiöse Symbole