Eine Journalistin wirft Blick-Chefredaktor Rolf Cavalli vor, beim Schreiben zu stark auf KI zu setzen. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur KI-Nutzung in Schweizer Redaktionen auf.
«Blick»-Chefredaktor Rolf Cavalli soll beim Verfassen seiner Texte zu stark auf künstliche Intelligenz zurückgreifen. Diesen Vorwurf erhebt die freie Journalistin Esther Diener-Morscher. Sie verweist auf mehrere Formulierungen in einem seiner Texte, die ihrer Ansicht nach typisch für Sprachmodelle seien. Rolf Cavalli weist den Vorwurf, seine Texte von KI zu schreiben, zurück. Er bestätigt aber, sie mit KI zu redigieren.
Der Vorwurf reiht sich in eine wachsende Zahl von Beispielen ein, in denen Autoren, Journalisten oder Politiker KI-generierte Texte veröffentlicht haben. Dadurch stellt sich die grundsätzliche Frage nach dem Umgang mit künstlicher Intelligenz im Journalismus.
Was steckt hinter dem Vorwurf gegen Rolf Cavalli? Wie nutzen Medienhäuser KI? Wann ist die Nutzung gekennzeichnet? Wann nicht? Und verschwindet wegen KI das Schreiben als Kulturtechnik?
In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» spricht Inlandchef Mario Stäuble darüber, welche Chancen und Risiken künstliche Intelligenz im Journalismus mit sich bringt.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Valeria Mazzeo
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